Amazon Gebühren 2026 und eBay Verkaufsprovision: der komplette Gebührenkalender
Stand 06.08.2026: Was sich 2026 bei Amazon und eBay.de wirklich geändert hat — Senkungen am 5. Januar (nur unter der Preisgrenze), Erhöhungen am 1. Februar, eBay-Flat-Provision ab 1. Juli und der Wegfall bestellwertabhängiger Versandvorlagen am 24. August.
12 Min. LesezeitVerimle Redaktion
Stand: 6. August 2026. Jedes Datum und jeder Satz in diesem Artikel wurde an diesem Tag gegen Primärquellen geprüft: die Ankündigung im Amazon Seller Central, die offizielle Tarifübersicht für Europa und das eBay Verkäuferportal. Die Quellenlinks stehen am Ende.
Für Händlerinnen und Händler auf Amazon und eBay.de hat 2026 vier harte Stichtage. Die meisten Listen mit dem Titel „Amazon Gebühren 2026“ lassen einen davon aus oder ordnen ihn falsch ein — der häufigste Fehler ist, die Senkungen vom 5. Januar auf den 1. Februar zu datieren. Dieser Artikel geht den Gebührenkalender Datum für Datum durch: mit Quelle und mit der Antwort auf die eigentliche Frage — was bedeutet das für meinen Artikel? Wer zusätzlich in der Türkei verkauft: Trendyol ist von alledem nicht betroffen, der Geltungsbereich sind die europäischen Amazon-Stores und eBay.de.
Der Gebührenkalender 2026 auf einen Blick
- 5. Januar 2026 — Amazon: Senkung der prozentualen Verkaufsgebühr in vier Kategorien, aber nur unterhalb einer Preisgrenze; Erweiterung der FBA-Gebühren für niedrigpreisige Artikel; niedrigere Obergrenzen für Angebotsgebühren.
- 1. Februar 2026 — Amazon: keine Senkung, sondern Erhöhungen. Betroffen sind die monatlichen Lagergebühren, die Rücksendung an den Verkäufer und die Liquidation; außerdem wurden die FBA-Versandgebühren in den Stores Niederlande, Schweden, Belgien, Irland und Polen aktualisiert.
- 1. Juli 2026 — eBay.de: In 43 Kategorien entfällt die Staffelung, an ihre Stelle tritt ein einheitlicher Prozentsatz auf den gesamten Verkaufsbetrag (Richtung: nach oben). Am selben Tag trat auch Amazons neue Tarifübersicht für Europa in Kraft.
- 24. August 2026 — Amazon: Für Bestellungen mit Versand durch Verkäufer (FBM) lassen sich keine bestellwertabhängigen Versandkosten mehr festlegen; es bleiben nur noch artikel-/gewichtsbasierte oder gewichtsgestaffelte Modelle.
Allen vier Terminen ist eines gemeinsam: Keiner davon lässt sich mit einem Satz nach dem Muster „die Gebühr beträgt jetzt X“ zusammenfassen. Jeder hat eine Schwelle, einen Geltungsbereich oder eine Ausnahme — und genau dort, wo diese Schwelle übersprungen wird, entstehen Margenfehler.
5. Januar 2026 — die Amazon-Senkungen sind echt, aber nur unterhalb der Preisgrenze
Amazon hatte diese Senkungen ursprünglich für den 1. Februar geplant und dann vorgezogen. Die eigene Formulierung ist eindeutig:
„Am 5. Januar 2026 senken wir die prozentuale Verkaufsgebühr für bestimmte Kategorien, erweitern die ‚Versand durch Amazon‘-Gebühren für niedrigpreisige Artikel und senken die Obergrenzen für Angebotsgebühren. Um Ihr Geschäftswachstum im Jahr 2026 weiter zu unterstützen, haben wir diese Änderungen vom ursprünglich geplanten 1. Februar vorgezogen.“
Das Datum der Senkung ist also der 5. Januar. Jede Liste, die sie auf den 1. Februar legt, ist falsch — und wer daraufhin den 1. Februar für einen guten Tag hält, verpasst, dass an diesem Tag das Gegenteil passiert ist.
Die vier Kategorien (alle europäischen Stores)
- Heimbedarf / Haushaltsprodukte (neue Kategorie): 15 % → 8 %, bei einem Artikelpreis bis 20 €
- Haustierbekleidung und -futter: 15 % → 5 %, bis 10 €
- Lebensmittel & Feinkost: 8 % → 5 %, bis 10 €
- Vitamine, Mineralstoffe und Nahrungsergänzungsmittel (neue Kategorie): 8 % → 5 %, bis 10 €
Die Preisgrenze ist der eigentliche Punkt
Das ist keine kategorieweite Senkung, sondern eine Senkung im niedrigen Preisband. In Amazons aktueller Tarifübersicht steht bei Haushaltsprodukten wörtlich: „8 % … bis zu 20 €, 15 % für Produkte mit einem Preis über 20 €“. Bei einem Haushaltsartikel für 35 € liegt die Verkaufsgebühr also nicht bei 8 %, sondern weiterhin bei 15 %.
Rechenbeispiel: Bei einem Haushaltsartikel für 18 € beträgt die Verkaufsgebühr 18 × 8 % = 1,44 €. Bei einer Variante desselben Produkts für 22 € sind es 22 × 15 % = 3,30 €. Der Preis steigt um 4 €, die Gebühr auf das 2,3-Fache. Wer sein Sortiment knapp über der 20-Euro-Linie einpreist, sollte das bewusst tun — und nicht erst im Nachhinein merken, dass die Senkung nie gegriffen hat. Ob sich ein Schritt unter die Grenze rechnet, ist dabei knapper, als es aussieht: Von 20,90 € auf 19,90 € sparst du 1,54 € Gebühr und gibst 1 € Umsatz ab — netto bleibt gut ein halber Euro mehr übrig. Von 21,90 € auf 19,90 € kippt dieselbe Rechnung schon ins Minus: 1,69 € Gebührenersparnis gegen 2 € Umsatz. Das ist also eine Ein-Artikel-Rechnung, keine Faustregel. Beide Preise nebeneinander rechnest du im Amazon Gebührenrechner; wohin dein Mindestpreis dabei wandert, zeigt der Rechner für den Mindestverkaufspreis.
Zwei weitere Punkte zum selben Datum
- Niedrigpreis-FBA wurde erweitert — in den meisten Kategorien auf Artikel bis 20 €. Nach Amazons eigener Angabe ergibt sich bei den neu berechtigten Artikeln im Schnitt −0,45 € pro Stück.
- Die Obergrenzen für Angebotsgebühren wurden gesenkt: Die variable Gebühr für „Beste Angebote“ und Blitzangebote ist in Deutschland auf 300 € gedeckelt (Großbritannien 200 £, Frankreich/Italien/Spanien 100 €).
Amazons Gesamtaussage zur Wirkung: im Schnitt −0,17 € pro verkaufter Einheit. Das ist ein Durchschnitt über alle Verkäufer. Bei einem Sortiment, das komplett über den Preisgrenzen liegt, kommt von diesen Senkungen nichts an.
1. Februar 2026 — an diesem Tag wurde erhöht, nicht gesenkt
Nachdem die Senkungen vorgezogen waren, trat der Rest am 1. Februar in Kraft: „Alle übrigen am 2. Dezember angekündigten Gebührenänderungen treten am 1. Februar 2026 in Kraft.“ Was dieser Rest war, steht in der Mitteilung von Amazon Europa:
„…we will make selective fee increases to optimize the efficiency of our network, including to monthly storage fees, return-to-seller, and liquidation fees, and will update FBA fulfillment fees in our Netherlands, Sweden, Belgium, Ireland, and Poland stores. Together, these updates will result in an average £0.02/€0.02 increase in fee per unit sold via FBA.“
Auf Deutsch und ohne Marketingfilter: Die monatlichen Lagergebühren, die Rücksendung von Beständen an den Verkäufer und die Liquidation von Beständen wurden teurer, und in fünf Ländern wurde der FBA-Versandtarif neu gesetzt. Bestätigt wird das auch durch den Titel der damaligen offiziellen Tarifübersicht: „Tarifübersicht — Gebühren für Europa — Gültig ab 1. Februar 2026“.
Einzelbeträge nennen wir hier bewusst nicht. Lager- und Retourenpositionen hängen an Größenklasse, Monat und Land; eine einzelne Zahl wäre irreführend. Der belastbare Weg zu deiner eigenen Zahl führt über das Konto: im Seller Central unter Berichte → Zahlungen → Transaktionsübersicht die Abrechnungszeilen öffnen und die Positionen für die Lagergebühr Monat für Monat vergleichen. Der Abstand zwischen Januar und März sagt dir mehr über deine Kostenwirkung als jede Durchschnittsangabe.
Achtung, veraltet: Die Tarifübersicht vom 1. Februar gilt nicht mehr
In diese Falle laufen die meisten Inhalte zum Thema „Amazon Gebühren 2026“. Heute, am 6. August 2026, gilt die Tarifübersicht mit dem Titel „Gültig ab dem 1. Juli 2026“; die Februar-Fassung ist überholt. Ein Zeile-für-Zeile-Vergleich der beiden Dokumente ergibt:
- Die Tabelle der Empfehlungsgebühren ist identisch. Die oben genannten Sätze vom 5. Januar sind also heute weiterhin gültig. Die Spaltenüberschrift lautet „UK /DE/FR/IT/ES“ — die Sätze gelten damit ausdrücklich auch für Deutschland.
- Geändert hat sich der FBA-Versandteil: In der Juli-Fassung sind Tabellen für die Weihnachtssaison hinzugekommen („Für den Höhepunkt des Weihnachtsgeschäfts“). Das Dokument ist von 29 auf 33 Seiten gewachsen.
Praktische Regel: Den Gebührensatz darfst du aus der alten Übersicht lesen, er ist unverändert. Übernimmst du dagegen FBA-Versand- oder Saisonbeträge aus der Februar-Fassung, kalkulierst du mit veralteten Zahlen — lies diese ausschließlich aus der Juli-Fassung. Für die Kalkulation des vierten Quartals sind genau die neuen Saisontabellen entscheidend.
1. Juli 2026 — eBay.de ersetzt die Staffelung durch einen Flat-Satz
Während sich Amazon in bestimmten Preisbändern nach unten bewegt hat, geht die Richtung bei eBay.de nach oben. Die Ankündigung im Verkäuferportal:
„In ausgewählten Kategorien entfällt für alle Verkäufer*innen die Staffelung, und die variable Verkaufsprovision wird auf einen einheitlichen prozentualen Gebührensatz pro Kategorie erhöht.“
- Alte Struktur (bis 30.06.2026): gestaffelt. Beispiel Computer/Handys: mit Shop 6,5 % (bis 500 €) + 3 % (über 500 €); ohne Shop 6,5 % (bis 990 €) + 3 % (über 990 €).
- Neue Struktur (ab 01.07.2026): ein einziger Satz, angewendet auf den gesamten Verkaufsbetrag. Keine Stufen mehr.
43 Kategorien, fünf Sätze
Die betroffenen Kategorien nach ihrem neuen Flat-Satz:
- 7 % → 16 Kategorien
- 11 % → 1 Kategorie
- 12 % → 14 Kategorien
- 13 % → 2 Kategorien
- 14 % → 10 Kategorien
Insgesamt also 43 Kategorien. Ob deine Kategorie dabei ist und auf welchem Satz sie gelandet ist, prüfst du in der offiziellen Tabelle im Verkäuferportal — Summenangaben nach dem Muster „X von Y Kategorien“, wie sie durch die Fachpresse laufen, taugen nicht als Grundlage für deine Kalkulation.
Rechenbeispiel: ein Computer für 1.500 €
Beispielrechnung — ein Verkäufer ohne Shop, alte gestaffelte Struktur gegen den neuen Flat-Satz von 7 %:
- Alt: 6,5 % × 990 € + 3 % × 510 € = 64,35 € + 15,30 € = 79,65 €
- Neu: 7 % × 1.500 € = 105,00 €
- Differenz: +25,35 €, also rund +32 %
Weil die Stufe wegfällt, trifft die Änderung hochpreisige Artikel deutlich härter. Bei günstigen Artikeln ist der Unterschied klein, und wo der Satz gesunken ist, kann er sogar zu deinen Gunsten wirken. Statt also pauschal „eBay ist teurer geworden“ zu sagen, teilst du dein Sortiment sinnvollerweise nach Preisband und rechnest beide Hälften getrennt durch. Wie weit der Deckungsbeitrag bei den teuren Artikeln nachgibt, siehst du am schnellsten im Margenrechner.
Re-Commerce-Rabatt: 5 % statt Flat-Satz
In denselben 43 Kategorien sinkt die Provision bei bestimmten Artikelzuständen auf 5 % — eBay selbst spricht von „bis zu 60 % günstiger“. Abgedeckt sind laut der offiziellen Fußnote die Zustände „Neu: Sonstige“, „Zertifiziert / Hervorragend / Sehr gut / Gut – Refurbished“, „Vom Verkäufer generalüberholt“, „Gebraucht“ und „Gebraucht – Hervorragend / Gut / Akzeptabel“. Wer gebrauchte oder generalüberholte Ware verkauft, hat hier einen realen Hebel, der genau gegen die Erhöhung arbeitet: Bei einem Artikel für 1.500 € sind 5 % statt 7 % eine Differenz von 30 € pro Verkauf. Der Zustand des Artikels wird damit zu einer Kalkulationsgröße — es lohnt sich, ihn im Angebot korrekt und vollständig zu setzen.
Servicestandard: ein Prozentpunkt Aufschlag nach vier Monaten
Der letzte Punkt wird in Zusammenfassungen fast immer übersprungen, obwohl er dauerhaft wirkt: Auch die abweichende Provision für Konten mit dem Status „Unterdurchschnittlich“ und für Verkäufer mit sehr hoher Quote bei „nicht wie beschrieben“-Rücknahmen wird nach derselben Logik umgestellt. Hält der Status vier Monate in Folge an, steigt der Satz zusätzlich um einen Prozentpunkt. Deine Retourenquote schlägt hier also unmittelbar auf den Gebührensatz durch — welche Hebel es dagegen gibt, steht im Beitrag zum Senken der Retourenquote.
In den eBay Seller News vom August 2026 findet sich keine Verschiebung und keine Korrektur zu dieser Änderung — Stand 6. August ist sie in Kraft.
24. August 2026 — Amazon streicht bestellwertabhängige Versandvorlagen (nur FBM)
Dieser Punkt wird in vielen Zusammenfassungen der falschen Plattform zugeschrieben: Es ist eine Amazon-Änderung, nicht eBay. Im Verkäuferportal von eBay.de gibt es dazu keine Ankündigung. Aus der Benachrichtigung, die Amazon an Verkäufer verschickt hat:
„Ab dem 24. August 2026 können Sie für Bestellungen mit Versand durch Verkäufer keine gestaffelten, bestellwertabhängigen Versandkosten mehr festlegen.“
Denselben Schritt hat Amazon in den USA bereits vollzogen; dort ist der Mechanismus in der Verkäufer-E-Mail wörtlich beschrieben:
„…you’ll no longer be able to set price-banded shipping rates for any seller-fulfilled orders. Only per-item/weight-based or weight-tiered rate models will be available on your shipping templates. … If you do not take action …, any existing price-banded shipping templates will automatically be migrated to the per-item/weight-based rate model.“
Daraus folgen drei Dinge:
- Betroffen ist ausschließlich FBM. Bei FBA wickelt Amazon den Versand ohnehin ab, dort gibt es keine eigene Versandvorlage — diese Änderung berührt FBA-Bestellungen nicht.
- Regeln wie „ab 150 € versandkostenfrei“ lassen sich nicht mehr abbilden. Wer seine Versandkostenfreigrenze an den Bestellwert knüpft, kann diese Logik in der Versandvorlage nicht mehr hinterlegen. Wer den kostenlosen Versand behalten will, muss ihn künftig einpreisen oder über die Gewichtsstaffel abbilden.
- Wer nichts tut, wird automatisch migriert. Bestehende Vorlagen werden auf das artikel-/gewichtsbasierte Modell umgestellt. Bei schweren Artikeln kann das die Versandkostenerstattung unerwartet drücken — die Gewichtsstaffeln selbst zu setzen ist deutlich sicherer, als die Entscheidung der Migration zu überlassen.
Ehrliche Anmerkung zur Quellenlage: Der Mechanismus und die automatische Migration stammen aus Amazons eigenem Verkäuferforum und sind damit belastbar. Das Datum 24. August 2026 für Deutschland stützt sich dagegen auf eine Quelle, die die Verkäufer-E-Mail von Amazon zitiert; die zugehörigen deutschen Hilfeseiten liegen hinter einer Anmeldeschranke und ließen sich nicht wörtlich prüfen. Behandle das Datum also als Richtwert und sieh in deinem eigenen Konto nach: Seller Central → Einstellungen → Versandeinstellungen → Versandvorlagen. Wenn deine Vorlagen ohnehin schon gewichtsbasiert sind, ist für dich nichts zu tun.
Was eine gewichtsbasierte Vorlage praktisch bedeutet
Beim Umstieg auf ein gewichtsbasiertes Modell wird das Versandgewicht zur zentralen Größe: Du legst Gewichtsstufen fest (etwa bis 1 kg, bis 5 kg, bis 10 kg) und ordnest jeder Stufe einen Betrag zu. Damit die Stufen wirtschaftlich sind, brauchst du zwei Zahlen je Artikel: das tatsächliche Gewicht und — bei sperriger Ware — das Volumengewicht, denn dein Versanddienstleister rechnet nach dem höheren der beiden Werte. In welche Stufe ein Artikel fällt, rechnest du mit dem Volumengewichtsrechner aus; ob die Stufe deine Marge trägt, prüfst du anschließend im Amazon Gewinnrechner.
Was du bis dahin konkret prüfen solltest
Den Kalender zu kennen reicht nicht; die eigentliche Frage lautet, was in deinem Sortiment passiert ist. Fünf Schritte, in dieser Reihenfolge:
- Sortiment nach Preisgrenze aufteilen. Wie viele SKU liegen bei Amazon unter und wie viele über den Grenzen von 10 € und 20 €? Ohne diese Zahl kannst du nicht sagen, ob die Senkung dich überhaupt betrifft.
- eBay-Kategorien gegen den neuen Flat-Satz neu kalkulieren. Besonders oberhalb von 500 € ist der effektive Satz spürbar gestiegen, weil die Stufe entfallen ist. Bei gebrauchter oder generalüberholter Ware prüfst du zusätzlich, ob der Zustand für die 5 % qualifiziert.
- FBA-Zahlen aus der Juli-Tarifübersicht auffrischen. Wer noch mit der Februar-Fassung arbeitet, hat die Saisontabellen für das Weihnachtsgeschäft nie gesehen — und kalkuliert das vierte Quartal auf falscher Grundlage.
- Versandvorlagen vor dem 24. August selbst umstellen. Gewichtsstufen definieren, statt die automatische Migration entscheiden zu lassen.
- Zum Schluss gegen die Abrechnung prüfen. Was der Tarif sagt, ist die Schätzung; was wirklich abgezogen wurde, steht in den Abrechnungszeilen. Wer Schätzung und Abrechnung nie vergleicht, merkt eine Erhöhung erst am Monatsende im Cashflow.
Für den Vergleich zwischen den Versandmodellen an einem konkreten Artikel hilft der FBA-/FBM-Vergleichsrechner; wer denselben Artikel über mehrere Marktplätze hinweg gegenrechnen will, nutzt den Marktplatz-Gewinnvergleich.
Häufige Fragen
Sind die Amazon-Gebühren am 1. Februar 2026 gesunken?
Nein. Die Senkungen sind am 5. Januar in Kraft getreten; Amazon hat sie vom 1. Februar vorgezogen. Am 1. Februar wirksam wurden Erhöhungen bei Lagergebühren, Rücksendung an den Verkäufer und Liquidation sowie die Aktualisierung der FBA-Versandgebühren in fünf Ländern. Inhalte, die beide Termine als „Senkungskalender“ darstellen, bauen den gesamten Kalender falsch auf.
Beträgt die Gebühr für Haushaltsprodukte wirklich 8 %?
Nur bei einem Artikelpreis bis 20 €. Oberhalb von 20 € bleibt es bei 15 %. Dieselbe Logik gilt für die 5-Prozent-Positionen an der Grenze von 10 €. Wer „die Gebühr ist auf 8 % gesunken“ ohne die Preisgrenze schreibt, führt direkt in einen Kalkulationsfehler.
Betrifft die Änderung vom 24. August auch FBA?
Nein. Sie betrifft ausschließlich die Versandvorlagen für Bestellungen mit Versand durch Verkäufer (FBM). Bei FBA versendet Amazon, dort hast du keine eigene Versandvorlage, die sich ändern könnte.
Wo sehe ich die Sätze, die für mein Konto gelten?
Bei Amazon in der aktuellen Tarifübersicht und in den Abrechnungszeilen im Seller Central; bei eBay in der offiziellen Gebührentabelle im Verkäuferportal und in deiner monatlichen Gebührenrechnung. Weichen Schätzung und Abrechnung voneinander ab, steckt dahinter entweder eine Aktion beziehungsweise ein Rabatt oder ein Fehler — in beiden Fällen lohnt es sich, die Zeile nachzuvollziehen.
Gebührenänderungen liest man an der Abrechnung, nicht am Kalender
Was eine Gebührenänderung tatsächlich kostet, sagt nicht der Ankündigungstext, sondern die Abrechnung. Sobald du deinen Amazon-Shop verbindest, liest Verimle die tatsächlichen Abzüge jeder Bestellung aus der Abrechnung, ermittelt den Nettogewinn je Artikel und meldet sich, wenn ein Abzug höher ausfällt als erwartet. So siehst du aus deinen eigenen Daten, ob die Senkung vom 5. Januar bei deinen SKU wirklich angekommen ist und welchen Artikel die Lagergebührenerhöhung vom 1. Februar auffrisst. Die passenden Bereiche sind das Gewinn-Röntgenbild, die Gebührenwarnung und der Retourenanalyse. Die Funktionen, die einen Einspruch entwerfen — Einspruch gegen Abzüge und das Radar für verlorenes Geld — laufen derzeit nur für Trendyol-Konten; auf der Amazon-Seite gibt es keine Schnittstelle dafür. Für einen Abzug, den das System als unberechtigt einstuft, bereitet es einen Widerspruchsentwurf vor; es holt das Geld nicht automatisch zurück, sondern zeigt belegt, was zu viel abgezogen wurde und warum.
Quellen und wichtiger Hinweis
Wichtiger Hinweis: Alle Rechnungen in diesem Artikel sind Beispiele. Amazons Verkaufsgebühr, FBA-Versand- und Lagergebühren sowie die eBay-Provisionssätze hängen von Kategorie, Artikelpreis, Artikelzustand und den für dein Konto geltenden Konditionen ab; dieser Artikel ersetzt weder die offiziellen Tarife noch deinen Vertrag. Die für dich gültigen Sätze prüfst du immer in deinem eigenen Amazon Seller Central und in deinem eBay-Verkäuferkonto.
- Amazon, europäische Gebührenaktualisierung 2026 (Primärquelle): aboutamazon.eu — Update to European referral and FBA fees for 2026
- Aktuelle Tarifübersicht für Europa („Gültig ab dem 1. Juli 2026“): FBA Rate Card DE (PDF)
- eBay.de, Gebührenänderungen für gewerbliche Verkäufer*innen (Primärquelle): eBay Verkäuferportal — Gebührenänderungen
Die neuen Sätze mit den echten Zahlen deines Artikels durchrechnen kannst du im Amazon Gebührenrechner.